Tigermücke in der Schweiz: erkennen und melden
Die Asiatische Tigermücke breitet sich in der Schweiz aus und wird überwacht. Grund zur Dramatik gibt es keinen — ein paar Handgriffe schon: erkennen, melden und vor allem die Brutstellen trockenlegen.
Woran man sie erkennt
Die Tigermücke (Aedes albopictus) ist klein und tiefschwarz, mit deutlich abgesetzten weissen Streifen an Körper und Beinen sowie einer markanten weissen Linie auf dem Rücken. Ebenso aufschlussreich ist ihr Verhalten: Sie sticht bevorzugt am Tag, während die einheimische Hausmücke erst in der Dämmerung aktiv wird.
Warum sie überwacht wird
Es handelt sich um eine invasive Art. Unter bestimmten Bedingungen kann sie Krankheiten übertragen, weshalb die Behörden ihre Ausbreitung verfolgen. Im Alltag steht in der Schweiz allerdings die Belästigung im Vordergrund — und die Frage, wie weit sie sich ausbreitet.
Wie man einen Fund meldet
Bei einem Verdacht ist eine Meldung an die kantonale oder nationale Überwachungsstelle empfohlen; ein Foto oder ein eingesammeltes Tier erleichtert die Bestätigung. Solche Meldungen sind die Grundlage dafür, die Ausbreitung überhaupt kartieren und eindämmen zu können.
Brutstellen trockenlegen — der wirksamste Handgriff
Die Tigermücke entwickelt sich in kleinsten Mengen stehenden Wassers. Einmal pro Woche genügt:
- Untersetzer, Kessel, Giesskannen, Blachen und Spielzeug leeren oder abdecken;
- Dachrinnen und Einlaufschächte freihalten;
- Wasser in Vasen und Tränken wechseln.
Weil ihr Aktionsradius kurz ist, wirkt das eigene Grundstück tatsächlich — und die Nachbarschaft mit einzubeziehen wirkt noch besser.
Hinweis: Schon ein vergessener Deckel voll Wasser reicht für eine Eiablage. Die Aufmerksamkeit gilt deshalb den kleinen Gefässen, nicht dem Teich.
Sich schützen
Insektengitter, an den Aktivitätszeiten bedeckende Kleidung — und konsequent die Brutstellen beseitigen. Bei starkem Aufkommen auf einer Parzelle kann eine Fachperson gezielt die Brutstellen behandeln. Vom flächigen Versprühen gegen die fliegenden Tiere ist abzuraten: Es wirkt kurz und belastet die Umgebung unnötig.
FAQ
FAQ
Woran erkenne ich die Tigermücke?
Klein, tiefschwarz mit klar abgesetzten weissen Streifen an Körper und Beinen — und tagaktiv, anders als die einheimische Hausmücke.
Soll ich einen Fund melden?
Ja, das ist empfohlen. Meldungen helfen, die Ausbreitung der invasiven Art nachzuverfolgen.
Was ist der wirksamste Handgriff?
Stehendes Wasser wöchentlich beseitigen. Ohne Wasser gibt es keine nächste Generation.
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