Direkt zum Inhalt

Artenseite

Holzschädlinge im Gebälk: Nagekäfer und Hausbock

Holzschädlinge arbeiten leise und über Jahre: Wenn Bohrmehl unter dem Balken liegt, läuft der Frass im Innern längst. Wir stellen fest, ob der Befall aktiv ist, und behandeln entsprechend.

  • Einschätzung nach Foto
  • Passende Methode
  • Nachkontrolle inklusive
Sichtbares Dachgebälk aus Massivholz — typischer Befallsort für Holzschädlinge
  • 26

    Kantone abgedeckt

  • 7 Tage

    die Woche im Einsatz

  • 3

    Dringlichkeit (1–5)

  • Kostenlos

    Einschätzung nach Foto

Bestimmen

Comment reconnaître holzschädlinge

Der Gemeine Nagekäfer hinterlässt Löcher von ein bis drei Millimetern, der Hausbock deutlich grössere, ovale Ausgänge und breite Gänge im Nadelholz des Dachstuhls. Der Splintholzkäfer geht an stärkehaltige Laubhölzer. Termiten spielen in der Schweiz praktisch keine Rolle. Ein Foto von Löchern und Bohrmehl bringt die Zuordnung meist auf den Punkt.

  • Kleine runde Ausfluglöcher im Holz

  • Feines Bohrmehl unter Balken und Möbeln

  • Frassgänge dicht unter der Oberfläche

  • Holz, das sich mit dem Messer leicht eindrücken lässt

  • Gelegentlich ein leises Nagegeräusch in stillen Räumen

  • Ausgewachsene Käfer im Frühling

Wo sie sich aufhalten

  • Dachstühle

  • Balken

  • Böden und Unterkonstruktionen

  • Treppen

  • Täfer und Verkleidungen

  • Antike Möbel

  • Estriche

  • Nadelholz, das der Hausbock bevorzugt

Entwicklung. Der Schaden entsteht durch die Larven, die sich über Monate bis Jahre durch das Holz fressen, bevor die Käfer ausfliegen. Weil dieser Prozess unsichtbar abläuft, wird ein Befall oft erst entdeckt, wenn die Tragfähigkeit bereits gelitten hat.

Dringlichkeit

Warum Zuwarten teuer wird

Das hängt vom Befund ab: Ein aktiver Befall am tragenden Dachstuhl gehört rasch behandelt, ein alter, längst erloschener nicht. Genau diese Unterscheidung leistet die Befundaufnahme.

  • Langfristige Schwächung von Dachstuhl und Böden bis hin zur Tragfähigkeit

  • Wertverlust der Liegenschaft, gerade beim Verkauf

  • Kein direktes Gesundheitsrisiko, dafür eine Frage von Sicherheit und Substanzerhalt

Wo Hausmittel aufhören. Mittel aus dem Detailhandel dringen nicht tief genug ein und erreichen die Larven im Holzinnern nicht. Ein Dachstuhl verlangt fachliche Arbeit — Freilegen, Bohrlochtränkung, geeignete Applikation — und manchmal eine statische Verstärkung. Hier geht es um Sicherheit, nicht um Komfort.

Einsatz

Unser Vorgehen

  1. Inspektion

    Beurteilt werden die Aktivität anhand von frischem Bohrmehl und Sondierung des Holzes, die Art, die Ausdehnung und der bauliche Zustand; parallel wird nach Feuchtequellen gesucht.

  2. Passende Behandlung

    Je nach Befund: Abbeilen der zerstörten Randzonen, Tränkung oder Injektion mit geeigneten Holzschutzmitteln, vorbeugende Behandlung des gesunden Holzes. Wo die Tragfähigkeit betroffen ist, folgt eine Empfehlung zur baulichen Ertüchtigung.

  3. Nachkontrolle

    Je nach Ausmass eine Behandlung und eine Kontrolle; bei grossen Dachstühlen sind mehrere Einsätze üblich.

  4. Vorbeugung

    Feuchtigkeit dauerhaft kontrollieren

Was Sie sofort tun können

  • Löcher weder zuspachteln noch überstreichen — das zerstört den Befund

  • Prüfen, wo frisches, helles Bohrmehl liegt: es zeigt aktiven Frass

  • Die Stellen fotografieren

  • Feuchtigkeit nicht zusätzlich erhöhen, sie begünstigt den Befall

Vorbereitung

  • Zugang zu den betroffenen Hölzern schaffen, etwa im Estrich oder unter dem Boden

  • Ein bekanntes Feuchteproblem nach Möglichkeit vorher beheben

  • Vorgehen mit der Eigentümerschaft abstimmen

Fachperson kontrolliert eine Sockelleiste in einem hellen Schweizer Innenraum

Nach der Behandlung

Nachsorge und Vorbeugung

  • Das Holz trocken halten

  • Beobachten, ob erneut frisches Bohrmehl auftritt

  • Den Behandlungsbericht aufbewahren — er ist beim Verkauf von Wert

  • Feuchtigkeit dauerhaft kontrollieren

  • Estrich und Untergeschoss gut durchlüften

  • Neues und exponiertes Holz vorbeugend schützen

  • Dachstuhl und Täfer periodisch kontrollieren

Schweizweit

Holzschädlinge in der ganzen Schweiz

Von den grossen Städten bis in kleinere Gemeinden: Wir sind in allen 26 Kantonen im Einsatz. Wählen Sie Ihren Kanton für die Angaben vor Ort.

FAQ

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob der Befall noch aktiv ist?

An frischem, hellem Bohrmehl und an scharfkantigen, neuen Ausfluglöchern. Sicherheit bringt die Sondierung des Holzes bei der Befundaufnahme.

Nagekäfer oder Hausbock?

Die Lochgrösse und die Holzart geben den Ausschlag: Der Hausbock geht an Nadelholz im Dachstuhl und hinterlässt deutlich grössere, ovale Ausgänge.

Gibt es Termiten in der Schweiz?

Praktisch nicht. Relevant sind hier der Gemeine Nagekäfer, der Hausbock und der Splintholzkäfer.

Kann ich einen Dachstuhl selbst behandeln?

Davon ist abzuraten. Es braucht Eindringtiefe, das richtige Verfahren und Schutzmassnahmen — hier hängt die Tragfähigkeit des Hauses dran.

Schwächt die Behandlung das Holz?

Nein, sie stoppt den Befall. Stark zerstörte Partien können allerdings eine statische Verstärkung nötig machen.

Unsicher, ob es Holzschädlinge sind?

Schildern Sie Ihre Situation oder schicken Sie ein Foto. Wir grenzen die Art ein, schätzen die Dringlichkeit ein und organisieren den Einsatz — schweizweit, 7 Tage die Woche.